Haus- und Wohnungstüren

Die Eingangstür hat bei den Einbrechern nichts von ihrer Attraktivität als Zugang zu Haus oder Wohnung eingebüßt. Insbesondere bei Mehrfamilienhäusern. Einfache Schlösser und Beschläge bieten hier keine ausreichende Sicherheit. Zum Schutz Ihres Eigentums empfehlen Kripo und Versicherungen einbruchhemmende Türen oder zusätzliche Sicherungsmaßnahmen.

Ein wesentlicher Bestandteil jeder Sicherung ist die optimale Befestigung. Dieses ist insbesondere bei der Eigenmontage zu beachten. Denn die beste Zusatzsicherung ist rausgeschmissenes Geld, wenn sie nicht vernünftig befestigt ist.

Montagehinweise

Wie sichere ich meine Türen optimal? Diese Frage kann pauschal nicht beantwortet werden. Es kommt auf die Beschaffenheit, die Größe und auch die Gefährdung an. Wichtig ist, daß Türen rundum gesichert sind, also auf der Schloß- und Bandseite.

Folgende Komponenten sollten bei keiner Absicherung fehlen:

Schließzylinder mit Sicherungskarte
Sicherheitsbeschlag mit Kernziehschutz

Je nach persönlichem Sicherheitsgefühl und Ansprüchen an die Optik bieten sich folgende Konzepte an:

Sicherheitskonzept 1

Ein stabiles Sicherheitsschließblech mit mindestens 50 cm Länge und Mauerankern verstärkt die Schloßseite. Auf der Bandseite sollen zusätzliche Hinterhaken ein Aufhebeln der Tür verhindern. Als zusätzlicher Verriegelungspunkt dient das Sperrbügelschloß, welches es auch ermöglicht, bei gesicherter Tür durch den Türspalt mit außenstehenden Personen sprechen zu können.

Sicherheitskonzept 2

Ein unterhalb des Drücker auf der Tür montiertes Querriegelschloß sichert die Tür an beiden Seiten und schafft so eine optimale Sicherheit. Für leichte Wabentüren, wie sie häufig im Wohnungsbau verwendet werden, ist es meist die einzig vernünftige Absicherung. Nachteilig ist, dass das Querriegelschloß separat geschlossen werden muß. Im Laufe der Jahre wird dieses meist aus Bequemlichkeit immer öfter „vergessen“, und so verliert die gute Absicherung ihre Schutzwirkung. Bei Türen mit Füllungen oder Glaseinsätzen kann es zu erheblichen Problemen bei der Montage kommen, oder sie ist gänzlich unmöglich.

Sicherheitskonzept 3

Zentraler Punkt dieser Sicherung ist die Mehrfachverriegelung mit einem Sicherheitsschließblech in der entsprechenden Länge. Die Bandseite wird über Hinterhaken gesichert. Der Vorteil dieser Variante liegt in der Zwangsläufigkeit. Mit nur einem Schließen wird die Tür über die gesamte Höhe gesichert, ohne das die Optik der Tür verändert wird. Voraussetzung ist allerdings ein stabiles Türblatt.

Sicherheitskonzept für 2. flügelige Türen

2 flügeligen Türen werden am besten durch ein nach oben und unten wirkendes Zusatzstangenschloß gesichert. Dieses gibt beiden Flügeln den nötigen Halt, um ein Aufhebeln zu verhindern. Die Bandseiten werden über Hinterhaken gesichert.

Kellertüren und Nebeneingänge

Bei Einbrechern sind Kellertüren und Nebeneingänge besonders beliebt. Dieses hat mehrere Gründe.

Meist sind diese Türen schlecht einsehbar und nicht beleuchtet, so daß sie in aller Ruhe arbeiten können.
Das Budget für Sicherheit wird für die Haustür und die Fenster verbraucht, so daß für diese Türen meist nichts mehr übrig bleibt.
Nach Benutzung der Tür wird vergessen, diese wieder richtig zu verschließen.

Da bei diesen Türen die Optik nicht so eine große Rolle spielt und auch die Bedienung nur von der Innenseite Sinn macht, können hier kostengünstigere Querriegel als an der Haustür zum Einsatz kommen.

Fenster und Fenstertüren

Wie sichere ich meine Fenster und Fenstertüren optimal?
Diese Frage kann pauschal nicht beantwortet werden.
Es kommt auf die Beschaffenheit, die Größe und auch die Gefährdung an. Wichtig ist, dass Türen und Fenster rundum gesichert sind, also auf Schloß- und Bandseite.
Im allgemeinen empfehlen Sicherheitsexperten in Abhängigkeit von der Tür- oder Fenstergröße das Vorgehen nach folgender Faustformel: Pro 1 m Fenster- oder Türhöhe auf jeder Seite mindestens eine Zusatzsicherung montieren. Dies gilt bei normalem Risiko und Befestigung auf festem Untergrund. Bei "weichem" oder "hohlem" (ausgeschäumten) Untergrund und für den Einbrecher guten Angriffsmöglichkeiten von außen setzen Sie mehr Sicherungen ein.

Ein wesentlicher Bestandteil jeder Sicherung ist die auf das jeweilige Fenster abgestimmte Befestigung. Auch hierzu finden Sie bei uns die richtigen Produkte.

Anwendungsbeispiele
Grundsätzlich gilt, dass die Sicherungen gut auf der Tür bzw. dem Fenster verteilt werden und die Montagepositionen auf die Zugänglichkeit von außen abgestimmt sind. Berücksichtigen Sie im Außenbereich auch Kletterhilfen, wie Garagen, Mülltonnen, Blumengitter usw. Kleine Änderungen können hier einen zusätzlichen Sicherheitsgewinn schaffen.

Achten Sie aber auch auf die bequeme Erreichbarkeit der Sicherungen von innen. Sonst werden Sie diese schon nach kurzer Zeit nicht mehr benutzen.


Jede zusätzliche Sicherung erhöht Ihre Sicherheit!
Beispielhafte Absicherung für Fenster
Beispielhafte Absicherung für Balkon und Terrassentüren

Persönlich für Sie da:

Haben Sie Fragen zu geeigneten Maßnahmen, dann rufen Sie uns an unter 492762 oder senden eine Email mit Foto der entsprechenden Situation.